Lokomotion
Leitung Prof. Dr. Volker Dietz
Bei Para- und Tetraplegikern ist die Kommunikation zwischen Rückenmark und Gehirn teilweise oder ganz unterbrochen. Das Rückenmark unterhalb der Läsion bleibt jedoch intakt und voll funktionsfähig. Dieser Teil des Rückenmarkes trägt bei Gesunden mittels Reflexen und spinalen Lokomotionsgeneratoren Wesentliches zur Steuerung von Stehen und Gehen bei. Nach einer Querschnittslähmung geraten diese Funktionen durcheinander, da jetzt der supraspinale Einfluss fehlt. Durch Anwendung der richtigen Therapie kann das Rückenmark lernen, unter diesen Bedingungen seine ursprünglichen Funktionen wieder richtig auszuführen. Diese Gruppe widmet sich deshalb der Erforschung der (spinalen) motorischen Funktionen sowie der (spinalen) Lern- und Adaptationsmechanismen.
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