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Hochspezialisierte Behandlung bei Knochen- und Weichteiltumoren

Der Balgrist gehört zum Sarkomzentrum Zürich

Knochen- und Weichteiltumore sind hochkomplexe Erkrankungen und aufgrund ihrer Seltenheit eine besondere Herausforderung. Patienten mit Verdacht auf eine Tumorerkrankung am Bewegungsapparat werden im schweizweit einzigartigen Sarkomzentrum Zürich von hochqualifizierten Spezialisten betreut – interdisziplinär und umfassend.

Interdisziplinäre Behandlung für Tumorpatienten.

Der Balgrist – einzige orthopädische Klinik für Tumorchirurgie in Zürich
Die Behandlung von bösartigen Knochen- und Weichteiltumoren gehört zur hochspezialisierten Medizin (HSM). Daher dürfen entsprechende chirurgische Eingriffe nur an wenigen Kliniken in der Schweiz durchgeführt werden. Die Universitätsklinik Balgrist ist die einzige orthopädische Klinik, die von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich den Leistungsauftrag zur Behandlung von bösartigen Knochentumoren erhielt.

Sprechstunde

Gerne vereinbaren wir Sprechstundentermine für Mittwoch und Donnerstag-Vormittag.

+41 44 386 30 95
E-Mail

Sie erreichen uns wie folgt:
Montag - Freitag
08:30 - 12:00 Uhr
13:00 - 17:00 Uhr

Zertifiziertes Sarkomzentrum

  • Das Universitäre Sarkomzentrum Zürich ist als einzigartiges Schweizer Kompetenzzentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft DKG nach internationalen Richtlinien zertifiziert.
  • Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Tumorchirurgie Balgrist mit der Onkologie sowie der Radio-Onkologie des UniversitätsSpitals Zürich ermöglicht eine hochqualifizierte, umfassende Behandlung betroffener Patienten. Der Balgrist ist ausserdem chirurgischer Kooperationspartner des Universitäts-Kinderspitals Zürich.
  • Das Sarkomzentrum Zürich kooperiert mit zahlreichen nationalen und internationalen Kliniken und Universitäten. Dadurch erhalten die Experten Zugang zu einem weltweiten Netzwerk von Spezialisten und können komplexe Behandlungsstrategien besprechen.

Was sind Knochen- und Weichteiltumore?

Wie bei inneren Organen können Tumore auch in Weichteilen und Knochen entstehen. Sie kommen am häufigsten an Armen, Beinen und am Becken vor und sind oft in der Nähe von Gelenken lokalisiert. Knochen- und Weichteiltumore werden in gut- und bösartige Formen eingeteilt. Bei bösartigen Tumoren besteht das Risiko, dass sie sich im Körper ausbreiten und vor allem in den kleinen Blutgefässen der Lunge neue Herde bilden.

Balgrist – Die häuftigsten Knochen- und Weichteiltumoren (Sarkome)
Die häuftigsten Knochen- und Weichteiltumoren (Sarkome)

Was ist ein Sarkom?
Sarkom ist der Fachbegriff für bösartige Tumore, die direkt im Knochen oder in den Weichteilen (Fett-, Muskel- sowie Binde- und Nervengewebe) entstehen. Falls der Krebs von anderen Organen (Prostata, Brust, Lunge, Schilddrüse etc.) Ableger in den Knochen bildet, spricht man von Metastasen.

Welche Arten von Tumoren existieren?
Es gibt viele verschiedene Arten von Weichteil- und Knochentumoren. Beim Knochen sind die drei häufigsten bösartigen Formen das Osteosarkom, das Chondrosarkom sowie das Ewing Sarkom. Bei den Weichteilen gilt das Liposarkom (im Fettgewebe) als häufigtste Tumorart. Jede Tumorart bedingt eine individuelle Behandlung.

Wie entstehen Knochen-und Weichteiltumore?
Knochen- und Weichteiltumore sind – verglichen mit anderen Krebsarten – sehr selten. Bis jetzt konnte keine klare Ursache gefunden werden, insbesondere der Lebensstil und die Ernährung scheinen keinen Einfluss auf die Entstehung zu haben.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Wie werden Knochen- und Weichteiltumore entdeckt?
In den meisten Fällen wenden sich Betroffene aufgrund von Schmerzen oder einem spürbaren Knoten an ihren Hausarzt oder einen Orthopäden. Mittels Röntgen- oder MRI-Untersuchungen lassen sich Veränderungen am Knochen oder unklare Wucherungen am besten entdecken. Tumore können aber auch zufällig gefunden werden – beispielsweise auf einem Röntgenbild, das aufgrund eines Unfalls angefertigt wird.

Welche Abklärungen braucht es?
Falls der Verdacht auf einen Knochen- oder Weichteiltumor besteht, übernimmt unser Tumorteam die weiteren Abklärungen und bildgebenden Untersuchungen. Wir erhalten Zuweisungen von Haus- und Spezialärzten aus der ganzen Schweiz. Selbstverständlich können sich Patienten auch direkt bei uns für eine Untersuchung eines unklaren Befundes melden. Wir laden Patienten zu einem Gespräch in unsere Sprechstunde ein. Zur Sicherung der Diagnose benötigen wir häufig eine Gewebeprobe des Tumors (Biopsie).

Was ist eine Biopsie?
Bei einer Biopsie wird eine kleine Gewebeprobe aus dem Tumor entnommen und unter dem Mikroskop analysiert. Dank der Biopsie kann festgestellt werden, um welche Tumorart es sich handelt und wie aggressiv der Tumor wächst. Die Universitätsklinik Balgrist führt alle Biopsien schonend und minimal-invasiv durch. Unter CT- oder Ultraschallkontrolle wird eine dünne Nadel in den Tumor vorgeschoben. Diese Prozedur wird ambulant und mit Hilfe unserer Anästhesie-Ärzten für den Patienten möglichst komfortabel gestaltet.

Wie wird ein Knochen- und Weichteiltumor operiert?

Oberste Priorität hat die komplette Entfernung des Tumors. Dank des enormen Fortschrittes in der Chirurgie sind Amputationen nur noch in Ausnahmefällen notwendig. Unser Ziel ist es, die Funktion des betroffenen Armes oder Beines bestmöglichst wiederherzustellen. Die Operation eines Tumors ist stets eine Teamleistung von Tumor- und Gelenkspezialisten, so dass der Patient vom gesamten Know-how der orthopädischen Klinik profitiert.

Planung der Tumorentfernung
Als einzige Klinik der Schweiz kann der Balgrist ein 3D-Modell des Tumors erstellen und die Entfernung milimetergenau am Computer planen. Während der Operation kommen spezifisch hergestellte Schnittblöcke aus dem 3D-Drucker zur Anwendung, damit die Planung exakt umgesetzt werden kann. Vor der Operation besprechen wir in einem persönlichen Gespräch mit dem Patienten die einzelnen Schritte der Operation und klären offene Fragen.

Wie kann man den entfernten Knochen ersetzen?
Nach der kompletten Entfernung eines Tumors am Knochen bleibt oftmals ein Defekt zurück. Um die Funktion der Extremität so gut wie möglich zu erhalten, erarbeiten Teamleiter und Chefärzte die Möglichkeiten eines Gelenkersatzes: Wenn das Gelenk mitbetroffen ist, kommen spezielle Tumorprothesen zum Einsatz. Die Universitätsklinik Balgrist hat eine international anerkannte Expertise bei der Verwendung von Gelenksprothesen. Ist das Gelenk nicht vom Tumor betroffen, kann auch Fremdknochen (sogenannter Allograft) verwendet werden.

Wie kann man Weichteile ersetzen?
Selten werden wichtige Weichteilstrukturen wie Nerven und Gefässe vom Tumor umwachsen – diese werden während der Operation mitentfernt. Unsere Chefärzte der Hand- und Nervenchirurgie besitzen langjährige und ausgewiesene Erfahrung bei der Naht von Nerven und Gefässen. Kurze Nervenstrecken können mit einem Hautnerv des Unterschenkels ersetzt, Arterien mit einer Vene «überbrückt» werden. Das Tumorteam verfügt mit Dr. Dominik Kaiser über einen Experten für rekonstruktive Weichteilchirurgie. Diese wird durchgeführt, wenn aufgrund der Grösse des Tumors die Haut nicht vernäht werden kann. In solchen Situationen wird eine Gewebsdeckung mittels Hauttransplantation oder einem Muskellappen durchgeführt. Es besteht zudem immer die Möglichkeit der Kooperation mit anderen chirurgischen Disziplinen.

Ganzheitliche Behandlung

Die Diagnose und Behandlung eines Tumors ist für Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen sehr belastend. Die Spezialisten unseres Tumorteams nehmen sich im Gespräch genügend Zeit und gehen auf Fragen sowie allfällige Ängste der Patienten ein. Zu den medizinischen Aspekten kommen oft auch organisatorische Herausforderungen bezüglich Arbeitsplatz oder Spitalaufenthalt hinzu. Hier bietet Nicole Züger vom Sozialdienst mit kompetenter Beratung und grossem Verständnis Unterstützung. Ebenso können wir bei psychischen Belastungssituationen unkompliziert eine Fachperson der Krebsliga Zürich hinzuziehen, die auf die Bedürfnisse von Tumorpatienten spezialisiert ist (Psycho-Onkologie).

Behandlung
Der wichtigste Schritt in der Behandlung ist die korrekte chirurgische Entfernung des Tumors. Bei gutartigen Veränderungen reicht eine sorgfältige Operation aus und grundsätzlich sind keine zusätzlichen Behandlungen nötig. Bei bösartigen Tumoren wird zur Unterstützung der chirurgischen Therapie eine Bestrahlung oder Chemotherapie durchgeführt.

Nachkontrollen
Nach der abgeschlossenen Behandlung sind bei Tumorerkrankungen regelmässige Nachkontrollen wichtig. Die Patienten schätzen besonders, dass sie Kontroll-Untersuchungen in der Sprechstunde des Tumorteams durchführen können. So haben sie stets die gleichen Ansprechpersonen, es wird ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Unangenehmes Warten entfällt, da die Untersuchungen in der Radiologie und die Besprechung der Resultate in der Sprechstunde direkt nacheinander erfolgen. Für diese Kontrollen nehmen auch Patienten, beispielsweise aus den Kantonen Tessin oder Graubünden, gerne einen längeren Anfahrtsweg auf sich.

Spezialsprechstunde für seltene Erkrankungen

Die Universitätsklinik Balgrist betreut zusammen mit dem Kinderspital und dem UniversitätsSpital Zürich Patienten, die von einer seltenen Erkrankung des Bewegungsapparates betroffen sind. International werden seltene Erkrankungen als «rare» oder «orphan diseases» bezeichnet. Angeborene Fehler bei der Bildung von Bindegewebe und Knochen (z.B. Ehlers-Danlos Syndrom, Marfan-Syndrom oder Osteogenesis imperfecta) sowie Stoffwechselstörungen führen zu erheblichen Einschränkungen der betroffenen Patienten in ihrem Alltag. Obwohl viele verschiedene Organe von der Krankheit befallen sind, werden die Beschwerden am Bewegungsapparat als besonders belastend erlebt.

Eine enge Zusammenarbeit von verschiedenen Spezialisten (Kardiologie, Rheumatologie, Endokrinologie, Orthopädie) ist notwendig, um die Beschwerden lindern zu können. Die betroffenen Patienten werden dabei von Dr. Daniel Müller und KD Dr. Böni der Universitätsklinik Balgrist bezüglich konservativer (z.B. Schuhzurichtung, Schienenversorgung) und chirurgischer Behandlungsmöglichkeiten am Bewegungsapparat beraten.

Neue interdisziplinäre Sprechstunde im Sarkomzentrum

Die Behandlung von Sarkomen erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Spezialisten. Um die Therapie optimal zu planen, findet wöchentlich ein Sarkomboard mit den involvierten Spezialisten der Universitätsklinik Balgrist, des UniversitätsSpitals Zürich und des Universitäts-Kinderspitals Zürich statt. Die Universitätsklinik Balgrist leitet das Sarkomboard zusammen mit der Onkologie des UniversitätsSpitals Zürich und ist verantwortlich für die muskuloskelettalen Tumoren.

Damit die Patienten von der guten Zusammenarbeit der einzelnen Spezialdisziplinen direkt profitieren, gibt es eine interdisziplinäre Sprechstunde. In dieser besprechen Spezialärzte gemeinsam mit den Patienten die Therapiemöglichkeiten:

  • Operation
  • Bestrahlung
  • medikamentöse Therapie

Für zusätzliche Informationen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Kontakt

Dr. Daniel Müller, Teamleiter Tumororthopädie der Universitätsklinik Balgrist

Dr. Dr. Christian Britschgi und Dr. Tamara Rordorf (Onkologie USZ)

Dr. Michelle Brown (Radio-Onkologie USZ)

Sekretariat
+41 44 386 30 95
E-Mail

Forschung

Im Balgrist Campus steht dem Sarkomzentrum eine umfassende Infrastruktur und optimale Ressourcen zur Erforschung von muskuloskelettalen Sarkomen zur Verfügung.

  • Swiss Center for Muskuloskeletal Biobanking (SCMB)
    Das SCMB ist ein nationales Referenzzentrum für die Gewinnung, Lagerung und Analyse von Gewebe- und Blutproben.
  • Unit for Clinical and Applied Resarch (UCAR)
    UCAR identifiziert Abklärungs- und Behandlungsmethoden, die heute noch unbefriedigend sind. In Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen werden Lösungen zur Verbesserung erarbeitet.
  • Sarkomforschung
    Bei betroffenen Patienten werden neu Tumorzellen aus dem Blut isoliert, um das Ansprechen auf die Therapie besser und schneller quantifizieren zu können. 
    Liquid Biopsy

Vernetzung

Nationale und internationale Vernetzung
Da Knochen- und Weichteiltumore seltene Erkrankungen sind, ist der stete Austausch mit anderen Tumorspezialisten von grosser Bedetung. Das Tumorteam der Universitätsklink Balgrist ist gut vernetzt mit Kliniken im In- und Ausland. Schweizweit haben die orthopädischen Universitätskliniken unter der Initiative der Universitätsklinik Balgrist vereinbart, in der Behandlung von Knochen- und Weichteiltumoren zu kooperieren.

Zusätzlich besteht auch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Tumorteam der Universitätsklink Balgrist und den international renommierten Universitätskliniken in Pisa (Prof. Capanna), Florenz (Erwachsene Patienten: Prof. Campanacci; Kinder: Dr. Beltrami) Paris (Prof. Masquelet) und dem Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (Prof. Healey).

Team Sarkomforschung

Sander Botter
Leiter Gewebebank
Sander Botter
Unai Silvan
Leiter Sarkomforschung
Unai Silvan