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«The Augmented Human»: Professor Mazda Farshad am Symposium für Schweizer Spitzenmedizin

Am Symposium für Schweizer Spitzenmedizin referierte Professor Mazda Farshad, ärztlicher Direktor und Wirbelsäulenspezialist an der Universitätsklinik Balgrist, über die technologisch gesteuerte Erweiterung der Fähigkeiten des Chirurgen. Dabei sprach er über den Einsatz im chirurgischen Alltag und den Mehrwert für den Patienten.

Zahlreiche interessierte Gäste, darunter renommierte Fachspezialisten, nahmen am diesjährigen Symposium für Spitzenmedizin in der Zürcher Event Location Aura teil. Es stand ganz im Zeichen der Digitalisierung und der Bedeutung innovativer Technologien für die Spitzenmedizin.

Die Bekanntheit der erweiterten Realität geht längst über die Fangemeinde der Science Fiction-Filme hinaus. Bei diesem Begriff geht es darum, eine erweiterte virtuelle Ebene der Realität mittels computergestützter Technologie zu schaffen. Solche Konzepte wurden bereits vor Jahrzehnten angedacht. Mazda Farshad sprach die Fliegerei an - mit Hilfe präziser Messinstrumente kann ein Militärpilot heute sicherer und genauer fliegen, als ein Pilot zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Ein Mensch kann seine Fähigkeiten durch die erweiterte Realität potenziell wesentlich verbessern.

Erweiterte Realität im chirurgischen Alltag
Was bedeutet dieses Konzept für den chirurgischen Alltag eines Orthopäden? Der Auftrag ist für den erfahrenen Wirbelsäulenspezialist klar: Man will möglichst voraussagbar und zuverlässige Therapie-Resultate und die Abhängigkeit der humanen Faktoren reduzieren. Dies im Analyse- und Planungsprozess einer Erkrankung sowie im Training und in der Ausführung eines chirurgischen Eingriffs.

«Das oberste Ziel ist das Problem des Patienten zuverlässig und mit kleinstmöglichen Risiken zu lösen.»

Fakt ist, dass die Computerwissenschaften heute einen grossen Stellenwert in der Spitzenmedizin haben. Einer der Forschungsinteressen von Farshad ist die patientenspezifische Simulation. Das heisst, der Bewegungsapparat des Patienten wird digitalisiert, beispielsweise anhand von Röntgenbildern. Informationen aus der 3D-Anatomie werden herausgefiltert und dem jeweiligen Modell des Patienten zugeordnet. Farshad erläuterte dies anhand realer Problemstellungen an der Wirbelsäule. Dem Chirurgen wird so poteniell ermöglicht, in der Planungsphase vorauszuschauen und beispielsweise abzuschätzen, wie es sich mit den Muskelreaktionskräften vor und nach einem Eingriff verhält. Dies erlaubt eine bisher unbeachtete Komponente in der Planung eines chirurgischen Eingriffs. Zudem können die Fähigkeiten eines Chirurgen nicht nur in der Planungsphase, sondern auch in der chirurgischen Ausführung eines Eingriffst erweitert werden. Farshad forscht an innovativen Konzepten wie beispielsweise der chirurgischen Anwendung der Technologie der augmentierten Realität.

Über das Symposium
Das Symposium für Schweizer Spitzenmedizin verfolgt das Ziel, die Rahmenbedingungen der hochspezialisierten Medizin zu verbessern und die die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, dass die hochspezialisierte Medizin eine wichtige Rolle spielt für die Gesundheitsversorgung der Zukunft.